Kriminalität
Polen überstellt mutmaßlichen Mossad-Agenten nach Deutschland

Polen überstellt Deutschland mutmaßlichen Mossad-Agenten
© RIA Novosti. Vladimir VyatkinMOSKAU, 12. August (RIA Novosti).
Polnische Behörden haben am Donnerstag einen mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad an Deutschland ausgeliefert. Israeli Uri Brodsky soll in die Ermordung eines hohen Hamas-Funktionärs im Januar in Dubai verwickelt sein.
Das berichtete die Agentur AP unter Berufung auf Mariusz Sokolowski von der polnischen Polizei. Der Verdächtige sei am Nachmittag auf dem Warschauer Flughafen Vertretern der deutschen Polizei übergeben worden.
Der hohe Hamas-Aktivist Mahmud el-Mabhuh war am 20. Januar in einem Hotelzimmer in Dubai ermordet worden. Die dubaischen Behörden verdächtigen Mossad hinter dem Attentat. Nach Angaben der Dubaier Polizei waren die mutmaßlichen Mörder mit zum Teil gefälschten deutschen Pässen ins Land eingereist.
Brodsky steht im Verdacht, einem der Mörder bei der illegalen Beschaffung eines deutschen Passes geholfen zu haben. Der Verdächtige bestreitet jede Verbindung mit dem israelischen Geheimdienst und bezeichnet sich als Unternehmer.
Der Dubaier Polizeichef Dahi Halfan Tamim hatte im Juni gesagt, wenn Brodskys Schuld an der Fälschung der Pässe bewiesen würde, müsste der Mann in Deutschland vor Gericht. Sollte sich herausstellen, dass der Israeli unmittelbar an dem Mord beteiligt gewesen war, dann würden die Vereinigten Arabischen Emirate dessen Auslieferung fordern.

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Nach Mord an Hamas-Funktionär: Dubai-Polizeichef stellt Spionen Ultimatum

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