
Ein deutsches Gericht hat am Freitag den aus Polen überstellten mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes freigelassen. Uli Brodsky steht im Verdacht, in die Vorbereitung des Attentats auf einen Hamas-Führers in Dubai verwickelt zu sein.
Wie die Agentur AP berichtete, wurde der Israeli gegen eine Kaution auf freien Fuss gesetzt. Brodsky dürfe schon heute nach Israel zurückkehren, zitierte die AP einen Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der hohe Hamas-Aktivist Mahmud el-Mabhuh war am 20. Januar in einem Hotelzimmer in Dubai ermordet worden. Die dubaischen Behörden verdächtigen Mossad hinter dem Attentat. Nach Angaben der Dubaier Polizei waren die mutmaßlichen Mörder mit zum Teil gefälschten deutschen Pässen ins Land eingereist.
Brodsky steht im Verdacht, einem der Mörder bei der illegalen Beschaffung eines deutschen Passes geholfen zu haben. Der Verdächtige bestreitet jede Verbindung mit dem israelischen Geheimdienst und bezeichnet sich als Unternehmer. Am gestrigen Donnerstag wurde er aus Polen an Deutschland ausgeliefert.
Der Dubaier Polizeichef Dahi Halfan Tamim hatte im Juni gesagt, wenn Brodskys Schuld an der Fälschung der Pässe bewiesen würde, müsste der Mann in Deutschland vor Gericht. Sollte sich herausstellen, dass der Israeli unmittelbar an dem Mord beteiligt gewesen war, dann würden die Vereinigten Arabischen Emirate dessen Auslieferung fordern.