
MOSKAU, 17. Mai (RIA Novosti). Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland und der Ersthierarch der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland, Metropolit Lawr, sowie führende Geistliche haben am Donnerstag, erstmals seit der Kirchentrennung vor 90 Jahren, die Kommunion aus einem Kelch empfangen.
Das Sakrament wurde in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale vor der geöffneten Königstür vollzogen und symbolisierte die Wiederherstellung der geistigen Einheit der russisch-orthodoxen Gläubigen in Russland und im Ausland. Nach der Zeremonie nahmen Alexi II. und Metropolit Lawr mehrere Kelche vom Altar, um die heilige Kommunion an Hunderte von Gläubigen der einheitlich gewordenen Kirche auszuteilen.
Der Patriarch Alexi II. und Metropolit Lawr hatten am Donnerstag einen Akt über die kanonische Gemeinschaft unterzeichnet. Daraufhin wurde ein gemeinsamer Gottesdienst zelebriert.
Den Feierlichkeiten wohnten der russische Präsident Wladimir Putin, Angehörige des Zarenhauses Romanow, der Chef des Unternehmens „Russische Eisenbahnen“ (RZD), Wladimir Jakunin, Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow und andere Vertreter der Behörden wie auch Kulturschaffende bei.