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Metropolit Kyrill: Orthodoxe Gläubige müssen sich ihrer Einheit bewusst werden

21:54 17/05/2007

Nach der Wiedervereinigung des Moskauer Patriarchats und der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche besteht die Hauptaufgabe darin, die Einheit der Russischen Kirche gedanklich zu erfassen.

MOSKAU, 17. Mai (RIA Novosti). Nach der Wiedervereinigung des Moskauer Patriarchats und der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche besteht die Hauptaufgabe darin, die Einheit der Russischen Kirche gedanklich zu erfassen.

Darauf verwies Chef des kirchlichen Außenamtes, Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, am Donnerstag.

„…Wir müssen uns dessen bewusst werden, dass wir eine einheitliche Kirche sind und deshalb wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen sollen“, sagte der Metropolit auf einer Pressekonferenz in Moskau.

Ihm zufolge wird zusammen mit den Erzbischöfen der Auslandskirche die Position der Orthodoxie gegenüber den anderen Religionen ausgearbeitet.

„Zum nächsten Bischofskonzil soll ein sehr erstens Dokument über die Menschenrechte und -freiheiten vorbereitet werden. Eine eigens dafür eingesetzte Kommission arbeitet daran. Auch Erzbischöfe der Russischen Auslandskirche sollen daran mitwirken“, sagte der Vertreter des Moskauer Patriarchats.

Ein wichtiges Thema der gemeinsamen Arbeit seien die Beziehungen zu den Altgläubigen, fuhr der Geistliche fort. Innerhalb der Russisch-Orthodoxen Kirche sei eine Abteilung für das Zusammenwirken mit den altgläubigen Gemeinden gebildet worden. Nach Angaben des Metropoliten ist ein Geistlicher der Russischen Auslandskirche für die Beziehungen zu solchen Gemeinden zuständig.

In der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale hat am Donnerstag die Zeremonie der Wiedervereinigung der Russisch-Orthodoxen Kirche stattgefunden.

Es wurden der Akt über kanonische Gemeinschaft, eine Beilage dazu und andere Dokumente unterzeichnet. Der Akt war von den zuständigen Kommissionen des Moskauer Patriarchats und der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche ausgearbeitet worden, die Ende 2003 gebildet worden waren.

Laut dem Dokument ist die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche „ein unabdingbarer selbstverwalteter Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche“. Die Auslandskirche ist „selbstständig in Priester-, Aufklärungs-, Verwaltungs-, Wirtschafts-, Vermögens- und Zivilangelegenheiten, existiert hierbei in kanonischer Einheit mit der ganzen Vollständigkeit der Russisch-Orthodoxen Kirche“.

Zugleich sind „das Landes- und das Bischofskonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche“ für die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche „die höchste Instanz der Kirchenmacht“.

Die Trennung der Auslandskirche von der Russisch-Orthodoxen Kirche im Vaterland erfolgte in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, da ein Teil der Geistlichen, darunter auch Hierarchen, neben anderen Emigranten Russland verließen.

Der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche gehören 13 Bischöfe an, sie umfasst rund 320 Gemeinden und mehr als 20 Klöster in verschiedenen Teilen der Welt. Die meisten Gemeinden befinden sich in Amerika, Australien, Deutschland und anderen Ländern Westeuropas.

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