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Bono plaudert mit Medwedew vor U2-Konzert – „Wremja"

Dmitri Medwedew und Bono
12:28 25/08/2010
MOSKAU, 25. August (RIA Novosti).

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Gestern empfing der russische Staatschef Dmitri Medwedew in seiner Sommerresidenz Botscharow Rutschej U2-Sänger Bono (eigentlich Paul Hewson), der heute mit seiner Band im Luschniki-Stadion ein Konzert gibt, schreibt die Zeitung „Wremja" am Mittwoch.

Beim Tee sprachen beide im Grunde wenig über Musik. Stattdessen erörterten Medwedew und Bono die Probleme der Länder der Dritten Welt und den Kampf gegen Aids.

Bono ist nicht nur als Musiker, sondern auch wegen seines gesellschaftlichen Engagements bekannt. Für seine Verdienste wurde er dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert und zum Ritter des britischen Königreichs geschlagen. Er sagte, dass er Russland sehr achte und gekommen sei, um von der Geschichte des Landes mehr zu erfahren. Daraufhin ging er zum Hauptthema über: dem Kampf gegen Aids.

Bono teilt alle Probleme in solche, die ein einzelnes Land, und jene, die die ganze Welt betreffen. Zur letzteren Kategorie zählt er die Verbreitung von Aids. Der U2-Sänger berichtete Medwedew von seinem Projekt Product Red, das dabei helfen soll, die Aids-Infektion des Kindes durch die Mutter zu verhindern.

Ein Teil des Erlöses der Unternehmen, die sich dieser Kampagne angeschlossen haben, dient karitativen Zwecken. Bono zufolge würden 40 Cent am Tag reichen, um die Aids-Infektion von der Mutter auf das Kind zu verhindern. Ferner berichtete Bono, dass Apple-Gründer Steve Jobs dieses Programm unterstütze und Medwedew, den er bei dessen USA-Besuch im Juni kennen gelernt habe, grüßen lasse.

"Das ist ein gutes Programm", sagte Medwedew. "Es ist sehr konkret, und das ist ein guter Weg zur Lösung eines ernsthaften Problems. Wir wollen darüber nachdenken, auf welche Weise sich Russland an der Lösung des Problems beteiligen könnte."

Bono erzählte dem Präsidenten auch über seine gemeinsame Arbeit mit US-Präsident Barack Obama. Ihr Ergebnis sei ein neues US-Gesetz, die alle Förderunternehmen verpflichte, die Regeln der Transparenz zu befolgen und ihre Rechenschaftsberichte zu veröffentlichen.

Wie Medwedew bemerkte, bestünden ähnliche Regeln bereits in den europäischen Ländern, es gehe nur darum, inwiefern sie eingehalten würden. Dabei komme es wegen der Weigerung der Unternehmen, ihre Berichte offenzulegen, zu Finanzkrisen und ökologischen Problemen. "Folglich tut ein strengeres System der Veröffentlichung dieser Rechenschaftslegung und der Verantwortung für jene Berichte not, die sie vorlegen, darunter der Verantwortung der Wirtschaftsprüfungsfirmen", hob der Präsident hervor.

Er sagte, dass die Situation auch dadurch kompliziert werde, dass es im G20-Rahmen bislang nicht gelungen sei, gemeinsame Kriterien für die Beurteilung der Tätigkeit solcher Unternehmen zu vereinbaren. Jetzt aber könne er ein "stark wirkendes Mittel" anwenden. "Ich werde ihnen von unserem Gespräch erzählen", scherzte der russische Staatschef, der gewiss versteht, wie schwer es ist, auch die Förderunternehmen zur Transparenz zu bewegen.

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12:28 25/08/2010 Gestern empfing der russische Staatschef Dmitri Medwedew in seiner Sommerresidenz Botscharow Rutschej U2-Sänger Bono (eigentlich Paul Hewson), der heute mit seiner Band im Luschniki-Stadion ein Konzert gibt, schreibt die Zeitung „Wremja" am Mittwoch.>>

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