
Aus dem Wolgaland werden wieder schwere Brände gemeldet.
Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes mussten ganze Dörfer evakuiert werden. Derzeit stünden 163 Wohnhäuser in Flammen. 40 bis 60 Häuser seine bereits abgebrannt. Rund 150 Menschen im Gebiet Wolgograd seien obdachlos geworden. Im Dorf Welitschkin sei ein 77-jähriger Mann ums Leben gekommen.
Brände toben derzeit in sechs Kreisen des Gebiets Wolgograd, wo die Hitze im Vergleich zu den bislang schwer betroffenen Gebieten Moskau, Nischni Nowgorod oder Wladimir noch nicht nachgelassen hat. In zwei Kreisen werden derzeit Waldbrände gelöscht, die Ortschaften direkt bedrohen. Die Situation wird durch heftige Windböen noch weiter verschlimmert, hieß es.
Das russische Zivilschutzministerium stellte dem Gebiet Wolgograd zwei Löschflugzeuge zur Verfügung. Im Einsatz seien Rettungskräfte und Feuerwehrmänner auch aus den benachbarten Gebieten Rostow und Astrachan. Die Polizei im Gebiet Wolgograd hilft bei den Löscharbeiten und bringt Menschen aus bedrohten Siedlungen in Sicherheit.
Starke Waldbrände werden auch aus dem Gebiet Saratow gemeldet, wo Angehörige des Zivilschutz- und des Verteidigungsministeriums gegen die Flammen kämpfen. In der Siedlung Wischnjowoje des Kreises Petrowski seien drei Wohnhäuser abgebrannt, sagte ein Sprecher des örtlichen Zivilschutzes. Bislang sei niemand ums Leben gekommen.