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Renault-Nissan und AvtoVAZ planen Billig-Auto – „Wedomosti"

Renault-Nissan und AvtoVAZ planen Billig-Auto
15:42 03/11/2010
MOSKAU, 03. November (RIA Novosti).

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Der Konzern Renault-Nissan will mit seinem russischen Partner AvtoVAZ ein neues Automodell auf den Markt bringen, stellt die Zeitung „Wedomosti" am Mittwoch fest.

Die Allianz wolle ihre Fahrzeuge auf Basis des russischen Modells Lada Kalina produzieren, sagte der Präsident von Renault-Nissan, Carlos Ghosn, kürzlich bei einem Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin.

Ein Renault-Sprecher verriet, dass die Produktion eines „ultragünstigen“ Modells ab 2011 in Frage käme. Die Ingenieure von Renault-Nissan arbeiten derzeit in Kooperation mit AvtoVAZ-Experten daran, ergänzte er.

Die prinzipielle Entscheidung über die Produktion von Fahrzeugen auf der Kalina-Basis sei Ende vergangener Woche getroffen worden, heißt es aus dem Umfeld von AvtoVAZ. Es seien vorläufig aber keine konkreten Abkommen signiert worden. Der Sprecher des russischen Konzerns, Igor Burenkow, bestätigte diese Informationen.

Das geplante Billig-Auto werde keine Konkurrenz für den Logan sein, war zu hören. Die neuen Kalina-Wagen werden weniger als 10.000 US-Dollar kosten und damit billiger als der Logan sein. Als mögliche Absatzmärkte nannte die Quelle die GUS-Länder und andere Entwicklungsmärkte.

Die neuen günstigen Renault- und Nissan-Fahrzeuge werden höchstwahrscheinlich im AvtoVAZ-Betrieb in Togliatti (Gebiet Samara) gebaut. Ghosn teilte beim Treffen mit Putin mit, dass Renault, Nissan und AvtoVAZ in fünf Jahren etwa 1,6 Millionen Wagen jährlich verkaufen sollten, wofür aber die jetzigen Kapazitäten der Allianz nicht ausreichend wären.

Der aktuelle Geschäftsplan von AvtoVAZ sieht die Produktion von 1,2 Millionen Fahrzeugen 2015 vor. 160.000 Wagen sollen im Avtoframos-Werk in Moskau und 50.000 Autos in Nissan-Werken gebaut werden. Damit werde das Defizit bei etwa 200.000 Wagen pro Jahr liegen, so der Sprecher. Um es abzudecken, könnten zusätzliche Betriebe gebaut oder gepachtet werden, ergänzte er.

Nissan gab zu diesem Thema keinen Kommentar ab.

Das sei der erste Fall, dass namhafte ausländische Autobauer ein russisches Modell berücksichtigen, sagte der Experte von Ernst& Young, Iwan Bontschew. Nach seiner Auffassung könnte das neue Modell in der GUS sowie im Nahen Osten, in Nordafrika, Lateinamerika und Südostasien verkauft werden.

Zugleich verwies er auf die gute Gelegenheit für Renault-Nissan, mehrere Hundertmillionen Dollar einzusparen, weil für das neue günstige Modell keine neue Basis entwickelt werden muss.

Konzernchef Ghosn zeigte sich darüber hinaus bereit, den Anteil von Renault-Nissan an AvtoVAZ von den jetzigen 25 Prozent plus eine Aktie auf 50 Prozent plus eine Aktie zu erhöhen. Putin stimmte dem Deal grundsätzlich zu.

Zuvor hatten Quellen verraten, das russische Investmenthaus Troika Dialog wäre bereit, seine Aktien (24,8 Prozent) an Nissan zu verkaufen.

Auch der russische Konzern Rostechnologii könnte vier Prozent seiner AvtoVAZ-Aktien der französisch-japanischen Allianz überlassen. Für Rostechnologii hätte es keinen Sinn, mehr als 25 Prozent von AvtoVAZ-Aktien zu besitzen, so Generaldirektor der Staatskorporation, Sergej Tschemesow.

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