Politik
Sudan stellt neuen Normalisierungsplan für Darfur vor
KHARTUM, 26. August (RIA Novosti).
Die sudanesische Regierung hat einen neuen Plan zur Regelung in der Krisenprovinz Darfur entworfen. Das Konzept wurde am Donnerstag den Leitern der UN-Missionen und dem US-Sondergesandten vorgestellt, wie eine Korrespondentin der RIA Novosti berichtet.
Der sudanesische Nationalkongress hatte erst im Juli eine Strategie für Darfur abgesegnet. Der neue Plan zielt auf eine Heimführung der Flüchtlinge und eine engere Einbeziehung der Gouverneure und lokalen Behörden in die Lösung der Probleme der Region ab. Am Montag kündigte das Finanzministerium des nordostafrikanischen Landes an, bis zu zwei Milliarden US-Dollar für die Entwicklung von Darfur bereit zu stellen.
Das neue Konzept wird vor dem Hintergrund eines nicht öffentlichen Konfliktes zwischen sudanesischen Behörden und der gemeinsamen Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur (UNAMID) diskutiert.
Am gestrigen Mittwoch warf Süddarfur-Gouverneur Abdel Hamid Musa Kasha UNAMID vor, ungenügend für die Normalisierung im Flüchtlingslager Kalma zu tun, wo im es Juli zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Friedensverhandlungen gekommen war.
Der Bürgerkrieg in Darfur dauert seit Februar 2003 an. Inzwischen sind nach UN-Angaben rund 300 000 Menschen getötet worden. Mehr als zweieinhalb Millionen wurden zu Flüchtlingen.

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