Politik
Putins Haltung unverändert: Russland vom Westen betrogen

Der russische Premier Wladimir Putin
© RIA Novosti. Alexey DrujininMOSKAU, 30. August (RIA Novosti).
Wladimir Putin hält nach wie vor an den Thesen seiner Münchener Rede vom 10. Februar 2007 fest, die von vielen Beobachtern im Westen als Rückfall in den Kalten Krieg wahrgenommen worden ist.
„Ich denke, jene Rede war nützlich. Ich sagte eigentlich die Wahrheit… Als die sowjetischen Truppen aus Europa abzogen, sagte der Nato-Generalsekretär, die Nato werde sich über die damaligen Grenzen hinaus nicht erweitern. Na und?.. Wir wurden auf primitivste Weise betrogen“, sagte der russische Regierungschef in einem Interview für die Montagausgabe der Tageszeitung „Kommersant“.
Im russisch-amerikanischen Verhältnis gebe es nach wie vor Probleme. Beispielsweise werde Georgien wieder aufgerüstet. Ein weiterer Streitpunkt sei die US-Raketenabwehr: „Wir haben vereinbart, dass keine Abfangraketen in Polen stationiert werden… Wunderbar! Praktisch sofort wird uns aber gesagt, dass solche Pläne für andere europäische Länder bestünden. Wo bleibt denn der versprochene Neuanfang? In dieser Hinsicht sehen wir ihn nicht“.
Trotzdem wolle Putin an diesen von US-Präsident Barack Obama angekündigten Neuanfang mit Russland glauben: „Ich möchte sehen, ob das ihm gelingen wird. Er will das. Ich spüre, dass dies seine aufrichtige Haltung ist“.

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Putins Rede in München im vollständigen Wortlaut

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