
Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin sieht keinen Sinn in Russlands Beitritt zur Nordatlantikallianz und ist der Auffassung, dass das Land seine nationale Identität bewahren muss.
Am Donnerstag sagte Igor Jurgens, Vorstandsvorsitzender des Instituts für moderne Entwicklung, am Rande des politischen Weltforums in der Wolgastadt Jaroslawl, dass Russland mit der Nato ein Bündnis für strategische Partnerschaft eingehen muss, und schloss eine Integration des Landes in den erneuerten Block nicht aus.
„Jegliche Teilnahme an einer internationalen Organisation ist ein Verzicht auf einen Teil der eigenen nationalen Souveränitätr. Braucht das Russland? Ich bezweifle das“, sagte Rogosin RIA Novosti.
Nach seinen Worten müssen Russland und die Nato normale Partnerschafsbeziehungen haben. Aber dafür sei es durchaus nicht nötig, dem Block beizutreten.
„Meines Erachtens muss es eine wirkliche Partnerschaft, die strategische Partnerschaft mit dem Westen bei Beibehaltung der eigenen nationalen Identität und der eigenen Autonomie geben“, sagte er.
In Paris präsentierte Rogosin sein neues Buch „Falken der Welt: Tagebuch des russischen Botschafters“, in dem er die Ereignisse beschreibt, die die neueste Geschichte des postsowjetischen Russland gestaltet haben, deren Zeuge er selbst ist.