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WikiLeaks-Gründer Julian Assange - ein Nobelpreis-Wunschkandidat des Kreml?

19:01 08/12/2010

Einen Tag nach der Festnahme von Julian Assange hat ein Kreml-Sprecher aufgerufen, den Gründer der brisanten Enthüllungsplattform WikiLeaks zum Nobelpreiskandidaten zu nominieren.

Einen Tag nach der Festnahme von Julian Assange hat ein Kreml-Sprecher aufgerufen, den Gründer der brisanten Enthüllungsplattform WikiLeaks zum Nobelpreiskandidaten zu nominieren.

„Nichtregierungsorganisationen sollten darüber nachdenken, wie man ihm (Assange) helfen kann“, sagte ein Mitarbeiter des Präsidentenamtes. „Etwa zum Nobelpreiskandidaten nominieren.“

Nachdem WikiLeaks vor einer Woche mit der Veröffentlichung geheimer Korrespondenzen von US-Diplomaten begonnen hat, steht der Gründer der Webseite Assange zunehmend unter Druck. Am Montag wurde sein Konto in der Schweiz gesperrt. Zudem kündigten die Zahlungssysteme Mastercard, Visa, PayPal und Postfinance Accounts der Enthüllungsplattform, die selber einen neuen Server suchen muss.

Am Dienstag wurde WikiLeaks-Boss verhaftet, nachdem er sich freiwillig der Polizei gestellt hatte. Die britische Justiz will den Auslieferungsantrag Schwedens prüfen, wo der 39-Jährige beschuldigt wird, vier Sexualverbrechen begangen zu haben. Assange weist die Vorwürfe zurück. Ein Londoner Gericht hat seine Freilassung gegen Kaution abgelehnt.

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