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Nato-Sprecherin: Einzelne Mitgliedstaaten könnten Truppen nach Libyen entsenden
Thema: Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime

Nato-Sprecherin: Einzelne Mitgliedstaaten könnten Truppen nach Libyen entsenden
© REUTERS/ Paul HackettBRÜSSEL, 23. August (RIA Novosti).
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Die Nato plant laut ihrer Sprecherin Oana Lungescu nach wie vor keine Entsendung von Soldaten nach Libyen, hält es aber für möglich, dass einzelne Mitgliedstaaten dies im Alleingang tun.
„Nationale Entscheidungen sind nationale Entscheidungen“, sagte Lungescu am Dienstag in Brüssel. Die Nato wolle bei der Stabilisierung in Libyen nach dem Konflikt keine Hauptrolle übernehmen - damit müssten sich die Uno und die Kontaktgruppe für Libyen befassen. Eine militärische Präsenz des Bündnisses in dem nordafrikanischen Land sei nicht geplant. Lungescu lobte den Lufteinsatz der Nato als erfolgreich: Seit März seien mehr als 800 Panzer und Geschütze der Gaddafi-Truppen zerbombt worden.
In Libyen liefern sich Gaddafi-Truppen seit Februar erbitterte Gefechte mit der Opposition, die den langjährigen Herrscher stürzen will und von westlichen Staaten militärisch unterstützt wird. Am Montag konnten die Rebellen weite Teile der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen.
Der UN-Sicherheitsrat öffnete am 17. März mit der Resolution 1973 Tür und Tor für ein internationales Eingreifen, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen. Seitdem bombardiert die Nato vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte. Ursprünglich wollte die Nato die Operation am 27. Juni beenden, hat den Einsatz jedoch um weitere drei Monate verlängert.

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