Politik
Medwedew: Kaukasus-Einsatz Russlands im August 2008 verhinderte Nato-Erweiterung
Thema: Georgien entfesselt Krieg in Südossetien

Russische Präsident Dmitri Medwedew
© RIA Novosti. Sergej GuneewWLADIKAWKAS, 21. November (RIA Novosti).
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Wäre Russland im Jahr 2008 im Kaukasus nicht eingeschritten, hätten sich die Nato-Grenzen wesentlich erweitert, äußerte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Montag in Wladikawkas (Teilrepublik Nordossetien) bei einem Treffen mit Offizieren des Militärbezirks Süd.
„Hätten wir im Jahr 2008 gewankt, würde es jetzt ein ganz anderes geopolitisches Kräfteverhältnis geben. Etliche Länder, die man damals versucht hatte, künstlich in die Nordatlantische Allianz hineinzuziehen, wären höchstwahrscheinlich schon drin“, so Medwedew.
Russland sei jetzt über das Entstehen eines militärischen Blocks an seinen Grenzen besorgt, der „uns gewisse Unbequemlichkeiten bereitet“, sagte der Präsident. „Wir haben eine direkte Konkurrenz vermieden. Trotz alledem muss aber zugegeben werden, dass unsere Auffassung (und die der Nato) zu einer ganzen Reihe von Aufgaben im Sicherheitsbereich unterschiedlich sind“, so Medwedew
Wie Medwedews Nato-Beauftragter Dmitri Rogosin dazu äußerte, hatte die Nato im Jahr 2008 falsch kalkuliert, denn sie habe kein aktives Vorgehen Russlands im Kaukasus erwartet, ohne das die Ukraine und Georgien bereits der Allianz hätten beitreten können.
Die Nato habe damals mit einer ganz anderen Antwort - politisch wie militärisch - gerechnet, äußerte Rogosin.

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