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Iran: Nicht ein Tropfen Öl über die Straße von Hormus -„Nesawissimaja Gaseta“

17:20 29/12/2011

Der Iran hat mit der Sperrung der Ölhandelsroute über die Straße von Hormus gedroht, falls der Westen Sanktionen gegen iranische Ölexporte verhängt, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Der Iran hat mit der Sperrung der Ölhandelsroute über die Straße von Hormus gedroht, falls der Westen Sanktionen gegen iranische Ölexporte verhängt, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Die Ölpreise reagierten am Mittwoch auf die aus dem Iran kommenden Drohungen mit einem Anstieg. Über die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, wird der Ölexport Saudi Arabiens, Iraks, der Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwaits und Irans abgewickelt. Nach Angaben der US-Verwaltung für Energieinformationen handelt es sich um rund 33 Prozent des weltweit verschifften Öls.

Kurz zuvor hatte die amtliche Nachrichtenagentur des Irans IRNA den iranischen Vizepräsidenten Mohamad Reza Rahimi zitiert. „Nicht ein Tropfen Öl wird die Straße von Hormus passieren, sollte der Westen Sanktionen gegen die Ölexporte seines Landes verhängen“, sagte Rahimi. „Man habe kein Interesse an Animositäten und Feindschaft. Aber der Westen wird mit seinen Intrigen nicht aufhören“, fügte Rahimi hinzu.

Die Erklärung der iranischen Behörden über eine mögliche Absperrung der Ölhandelsroute erschien zu dem Zeitpunkt, wenn das Manöver „Velayat-90“ der iranischen Kriegsmarine im Indischen Ozean abgehalten wird, das zehn Tage dauern soll. Laut iranischen Behörden soll das Manöver zeigen, dass es sich um ernsthafte Absichten in Bezug auf die Blockierung der Meerenge handelt.

Laut Parviz Sarvari, Mitglied der Kommission für nationale Sicherheit im iranischen Parlament, wird bei dem Manöver gerade das Sperren der Straße von Hormus geübt. „Wenn die Welt gewillt ist, unsere Region unsicher zu machen, werden wir die ganze Welt unsicher machen“, sagte Sarvari.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms, Kernwaffen zu entwickeln. Teheran weist aber die Anschuldigungen zurück. Die letzten Sanktionen wurden von Washington im November angenommen. Jetzt wollen die USA den Ölexport aus dem Iran begrenzen, wodurch dem Land ein großer Wirtschaftsschaden  zugefügt wird.

Irans Drohungen seien Getöse, sagte Mark Toner, Sprecher des US-Außenministeriums in Washington. Rahimis Aussage sei "nur ein weiterer Versuch, die Aufmerksamkeit von den wirklich wichtigen Themen abzulenken", sagte Toner.

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