Politik
Syrien: Assad sieht „Verschwörung äußerer Kräfte“ hinter Unruhen - MEHR
Thema: Unruhen in Syrien

Baschar al-Assad
© RIA Novosti. Sergey GunejewDAMASKUS, 10. Januar (RIA Novosti).
Russische Kriegsschiffe verlassen Syrien
Moskau lobt Beobachter der Arabischen Liga in Syrien
Syrien: Assad sieht „Verschwörung äußerer Kräfte“ hinter Unruhen
Syrien: Assad setzt für März Verfassungsreferendum an
Syrien: Arabische Liga hilflos bei Konfliktregelung – "Moskowskije Nowosti"
Syrien: Selbstmordattentäter richtet Blutbad mit Dutzenden Toten an
In seiner programmatischen zweistündigen Rede am Dienstag in der Universität von Damaskus hat der syrische Präsident Baschar al-Assad eine „Verschwörung äußerer Kräfte“ für die gegenwärtige Krise im Lande verantwortlich gemacht.
Der Liga der Arabischen Staaten (LAS) warf er vor, diese arbeite auf eine Spaltung in der syrischen Gesellschaft hin.
„Die Verschwörung der äußeren Kräfte ist kein Geheimnis mehr“, sagte Assad. „Das, was sich anfangs hinter verschlossenen Türen abgespielt hat, ist jetzt zu Tage getreten.“ Derzeit führe Syrien „einen in seiner Geschichte beispiellosen Kampf“. Aber „der Sieg ist schon nah“.
„Wir führen unseren Kampf nicht gegen diejenigen, die gegen das syrische Regime auftreten, sondern gegen diejenigen, die hinter ihnen stehen“, betonte er.
„Eine Mehrheit des syrischen Volkes nimmt nicht an den regierungsfeindlichen Aktionen teil, sondern setzt sich für Reformen ein.“
Der „arabische Deckmantel“ der Verschwörung sei notwendig geworden, weil die Pläne des Westens, eine antisyrische Resolution im Uno-Sicherheitsrat durchzubringen, gescheitert seien, so der syrische Präsident.
Die Position, die die Arabische Liga bezogen habe, lasse sich durch die „klägliche Lage“ erklären, in der sich heute die arabischen Länder befänden. Die jetzige Entwicklungsetappe in der arabischen Welt bezeichnete Assad als einen „Verfall“.
Der syrische Staatschef sei nach eigenen Worten bereit, einen politischen Dialog im Lande „notfalls schon morgen“ aufzunehmen. Die Opposition „zeigt aber keine Bereitschaft dazu“.
Die Behörden würden aber ihren Dialog nur „mit der nationalen Opposition und nicht mit denen führen, die Anweisungen aus dem Ausland bekommen“.
Regierungsfeindliche Proteste in Syrien sind bereits seit rund neun Monaten im Gange. Täglich wird über Opfer sowohl unter Zivilisten, als auch unter den Sicherheitskräften und Militärs berichtet.
Laut Uno-Angaben beläuft sich die Zahl der Opfer auf mehr als 5000. Die syrischen Behörden sprechen von mehr als 2000 toten Soldaten und Sicherheitsangestellten, gegen die gut bewaffnete Guerillas operieren würden.
Seit dem 26. Dezember ist in Syrien eine 165-köpfige Beobachtermission der Arabischen Liga im Einsatz. Dieser Einsatz ist ein Teil des Plans der LAS zur Einstellung des Blutvergießens in Syrien und zur Schaffung von Bedingungen für einen Dialog zwischen Regierung und Opposition.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:



Twitter






