Politik
Rogosin: Einmischung in Syrien würde katastrophale Folgen haben
Thema: Unruhen in Syrien
BRÜSSEL, 13. Januar (RIA Novosti).
Eine beliebige Einmischung in Syrien von außen wird nach Ansicht von Russlands Vizeregierungschef Dmitri Rogosin unweigerlich eine Katastrophe auslösen.
"Das Beispiel Libyens hätte Hitzköpfe, die sich in fremde Bürgerkriege einmischen, abkühlen sollen", sagte Rogosin am Freitag in Brüssel auf einer Pressekonferenz zum Abschluss seines vierjährigen Einsatzes als russischer NATO-Botschafter. "In Bürgerkriegen gibt es keine Helden. Diejenigen, die sich in solche Kriege einmischen, sind Antihelden."
Rogosin zufolge sollte man Syrien in Ruhe lassen und den Konfliktseiten helfen, die Rivalität zu beenden und einen Dialog aufzunehmen. "Es ist gefährlich, sich in Syrien einzumischen, das darf man nicht tun."
In diesem Zusammenhang machte Rogosin darauf aufmerksam, dass überall in Nordafrika und im Nahen Osten, wo der Westen das politische System zu "demokratisieren" versuchte, Islamisten an die Macht gekommen waren. "Der arabische Frühling wird unweigerlich in einen heißen arabischen Sommer ausarten, der der westlichen Gemeinschaft nicht gefallen wird", warnte der frühere russische NATO-Botschafter.
Die Unruhen in Syrien dauern seit fast zehn Monaten an. Täglich werden Tote gemeldet - sowohl Zivilisten als auch Angehörige der Sicherheitskräfte. Nach UN-Angaben kamen bei den Krawallen bislang rund 5000 Menschen ums Leben. Die Regierung in Damaskus spricht von mehr als 2000 Toten unter den Angehörigen der Polizei und Armee, gegen die gut bewaffnete Paramilitärs vorgehen.

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