Politik
Russland und Türkei für sofortige Verhandlungen der Sechsergruppe mit dem Iran - Lawrow
Thema: Atomstreit mit Iran

Ahmet Davutoğlu und Sergej Lawrow in Moskau
© RIA Novosti. Eduard PesowMOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti).
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Moskau und Ankara treten für eine schnellstmögliche Wiederaufnahme der Gespräche der Sechsergruppe mit Teheran ein. Das gab der russische Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz in Moskau bekannt.
„Was den Iran betrifft, so haben wir auch hier faktisch identische Positionen. Russland und die Türkei setzen sich dafür ein, dass das iranische Atom-Problem nur auf dem politisch-diplomatischen Wege reguliert wird. Sowohl Moskau als auch Ankara treten für eine möglichst schnelle Wiederaufnahme der Verhandlungen der „fünf plus eins“-Gruppe mit Teheran über das iranische Atomprogramm ein“, so Lawrow auf einer Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoğlu.
Laut dem russischen Außenminister sind Moskau und Ankara um die Schaffung der dafür nötigen Bedingungen bemüht.
„Russland als ein Mitglied der Gruppe ‚fünf plus eins‘ unterstützt die Modernisierung der Ansätze, die von dieser Gruppe vor drei Jahren ausgearbeitet und dem Iran vorgelegt wurden, aktiv, und die Türkei strebt aktiv danach, bei der Lösung der organisatorischen Fragen zu helfen – insbesondere hat sie ihr Territorium für eine neue Verhandlungsrunde angeboten“, so Lawrow.
Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Nach dem die Internationale Atomenergiebehörde IAEA im November bekannt gegeben hat, dass der Iran zumindest bis 2003 an Atomwaffen gebaut habe und dass die Atomwaffen-Aktivitäten womöglich auch heute noch fortgeführt würden, spekulieren die Medien über einen möglichen Angriff Israels und der USA auf den Mullah-Staat.
Friedliche Atomenergie oder Kernwaffen
Der IAEA-Gouverneursrat hatte am 18. November eine Resolution angenommen, die Teheran aufrief, den Experten Zutritt zu den Atomobjekten des Landes zu gewähren und die Zusammenarbeit mit der Organisation zu aktivieren.
Im Anschluss an die Annahme der Resolution erweiterten die EU, die USA und eine Reihe weiterer Länder ihre Sanktionen gegen den Iran.
Die Außenminister der 27 EU-Länder haben sich am Montag für die Verhängung eines Embargos auf die iranischen Erdöllieferungen entschieden, das am 1. Juli in Kraft treten soll.

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