Politik
Assad-Regime lenkt in Gespräche mit Opposition in Moskau ein - MEHR
Thema: Unruhen in Syrien
Das russische Außenministerium
© RIA Novosti. Yu. LewyantAssad-Regime lenkt in Gespräche mit Opposition in Moskau ein - MEHR
© AFP/ HO/LCC SYRIAMOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti).
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Nach mehr als zehn Monaten blutige Gefechte hat die syrische Regierung unter Vermittlung Russlands in Friedensverhandlungen mit den Rebellen in Moskau eingewilligt.
Dies teilte das russische Außenamt am Montag mit. „Die syrische Führung hat auf unseren Appell eine positive Antwort gegeben“, hieß es. Moskau hoffe, dass auch die syrische Opposition in den nächsten Tagen ihre Zustimmung geben werde. Derartige Kontakte seien notwendig, um die Gewalt in Syrien zu beenden.
Russland hatte an die syrische Regierung und an alle Oppositionsgruppen appelliert, Unterhändler nach Moskau zu entsenden, um bei inoffiziellen Verhandlungen ohne Vorbedingungen eine unblutige Lösung der andauernden Krise zu vereinbaren.
Vertreter der syrischen Opposition ließen am heutigen Montag wissen, sie haben noch keine Einladung nach Moskau erhalten, würden diese jedoch ablehnen.
In Syrien dauern seit März gewaltsame Proteste gegen Präsident Assad an, der zwar Reformen angekündigt hat, jedoch Gewalt gegen die Demonstranten einsetzt. Nach syrischen Angaben kämpft die Armee gegen gut bewaffnete Extremisten. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits 5000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden sprechen von 2000 Todesopfern auf beiden Seiten.
Westliche Staaten und die Arabische Liga haben Sanktionen gegen Syrien verhängt. Die Verabschiedung von UN-Sanktionen gegen Syrien war im Oktober am Veto von Russland und China gescheitert. Russland begründete sein Veto mit dem Wunsch, das „libysche Szenario" in Syrien zu verhindern, weil der Resolutionsentwurf ein militärisches Eingreifen in Syrien nicht ausschloss.
Im Dezember unterbreitete Russland im UN-Sicherheitsrat einen eigenen Resolutionsentwurf, der zur Einstellung der Gewalt in Syrien aufruft. Der Entwurf liegt noch immer als Diskussionspapier vor.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, Moskau würde sein Bestes tun, um ein internationales Eingreifen in Syrien nicht zuzulassen. Dabei gestand Lawrow ein, dass Russland nichts dagegen unternehmen könnte, wenn ein anderes Land in Syrien militärisch intervenieren würde.

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