Politik
Russisch-Orthodoxe Kirche und Katholische Kirche Polens signieren Versöhnung
WARSCHAU, 17. August (RIA Novosti)
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Das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill und das Oberhaupt der katholischen Kirche Polens, Erzbischof Josef Michalik, haben am Freitag in der polnischen Hauptstadt eine gemeinsame Versöhnungsbotschaft an die Völker der beiden Länder signiert.
Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des ersten Besuches des Vorstehers der Russisch-Orthodoxen Kirche in Polen seit dem Bestehen der Beziehungen zwischen Polen und Russland. Die Zeremonie, der zahlreiche Geistliche, Politiker, Diplomaten und Vertreter des Öffentlichen Lebens beiwohnten, verlief im Königschloss im Herzen der polnischen Hauptstadt.
„Wir rufen unsere Gläubigen auf, einander um Verzeihung für die gegenseitigen Kränkungen, Ungerechtigkeiten und jedwedes Böse zu bitten“, heißt es in der Botschaft.
Die Verfasser des Dokuments betrachten es als einen Beitrag der Kirchen „zur Annäherung unserer Kirchen und zur Aussöhnung unserer Völker“. „Wir schlagen den Weg eines aufrichtigen Dialogs in der Hoffnung ein, dass er uns dabei hilft, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und gegenseitigen Vorurteile und Missverständnisse zu überwinden, sowie uns in unserem Streben nach Aussöhnung stärkt“, heißt es in dem achtseitigen Dokument.
In der Botschaft wird außerdem darauf verwiesen, dass die beiden Kirchen im XX. Jahrhundert unter den totalitären atheistischen Regimes gelitten hatten. „Die Ereignisse unserer gemeinsamen, oft komplizierten und tragischen Geschichte rufen manchmal gegenseitige Ansprüche und Anschuldigungen hervor, die es nicht gestatten, die alten Wunden heilen zu lassen“, heißt es in dem Dokument.
Gleichzeitig wird betont, dass „Verzeihen keinesfalls Vergessen bedeutet“. „Wir sind der Meinung, dass eine dauerhafte Versöhnung als ein Fundament einer friedlichen Zukunft nur auf Grundlage einer vollständigen Wahrheit über unsere gemeinsame Vergangenheit erreicht werden kann“, heißt es in dem Dokument.
Die Botschaft ist nicht nur an die russisch-orthodoxen Gläubigen und Polens Katholiken gerichtet, sondern an „alle Menschen. die guten Willens und an einer friedlichen und gewaltfreien Zukunft interessiert sind“, wird in dem Dokument betont.

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