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Im postsowjetischen Raum

Beilegung von Karabach-Konflikt liegt im Interesse Russlands - Medwedew

Thema: Karabach-Konflikt

18:39 03/09/2010
BAKU, 03. September (RIA Novosti).

Russland strebt eine Beilegung des Karabach-Konflikts nicht nur als Vermittler an.

"Dabei verfolgt Moskau auch eigene Interessen", erklärte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Freitag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, wo er zu einem offiziellen Besuch weilt. "Wir werden unsere Vermittlermission auch weiterhin gebührend erfüllen… Wir sind doch Nachbarn", sagte er vor Studenten und Dozenten der Staatlichen Universität von Baku.

Vermittlungsanstrengungen hätten keinen Sinn, wenn der Vermittler selbst nicht an einer Regelung interessiert sei. Bei der Lösung des Karabach-Problems sei sich Russland seiner Verantwortung als einer großen regionalen Macht bewusst. Medwedew erinnerte daran, dass unter seiner unmittelbaren Mitwirkung bereits mehrere Treffen zwischen den Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans veranstaltet wurden.

Der Konflikt in der hauptsächlich von Armeniern bewohnten völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Region Berg-Karabach brach im Februar 1988 aus, nachdem das Autonome Gebiet Berg-Karabach mit Verwaltungszentrum in Stepanakert den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen SSR verkündet hatte. Im September 1991 rief Stepanakert die Republik Berg-Karabach aus, zu der das frühere autonome Gebiet und einige benachbarte von Armeniern bewohnte Siedlungen gehörten. Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und löste die Autonomie von Karabach auf.

Darauf kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von armenischen Diasporen in aller Welt unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern. Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor seine Kontrolle über Berg-Karabach sowie vollständig bzw. teilweise über sieben benachbarte Kreise.

Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ihre Kovorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich. Bei dem Konflikt kamen geschätzt rund 30 000 Menschen ums Leben.

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