BAKU, 02. Oktober (RIA Novosti). Der südkaukasische Staat Aserbaidschan will die Nachbarrepublik Armenien unter Druck setzen, um die abtrünnige Region Bergkarabach wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Das machte der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew am Montag deutlich. Das einzige Problem des heutigen Aserbaidschan sei der ungelöste Konflikt mit Armenien um Bergkarabach, sagte Alijew vor dem Parlament in Jerewan. Ihm zufolge wird Aserbaidschan alles Notwendige tun, um seine territoriale Integrität wiederherzustellen. Das wachsende Wirtschaftspotential Aserbaidschans berechtige zu der Hoffnung, dass diese Frage nun endlich gelöst wird. Aserbaidschan führe bereits eine Informationsoffensive gegen die armenische Besatzungspolitik, stellte Alijew fest. Nun müsse das Land auch eine wirtschaftliche Offensive starten. "Der aserbaidschanische Militäretat wird im kommenden Jahr dem gesamten Staatshaushalt Armeniens gleichkommen", sagte der Präsident. Die Aufstockung des Militäretats bedeute nicht, dass Aserbaidschan einen Krieg beginnen wolle, versicherte Alijew. "Ein Krieg wäre der letzte Ausweg. Doch jedes Land muss darauf gefasst sein, insbesondere wenn seine Gebiete besetzt sind." Alijew zufolge will Aserbaidschan Armenien unter verstärkten Druck setzen. "Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir eine aggressive Politik betreiben und immer attackieren", führte der Präsident aus. Wenn Aserbaidschan hundertmal so reich wie Armenien sein würde, dann wäre kein Krieg mehr notwendig, um den Bergkarabach zurückzugewinnen, urteilte er. Obwohl er unter Druck gesetzt werde, werde er nie ein Abkommen eingehen, das den Interessen Aserbaidschans widerspricht, sagte Alijew. Sein Land werde auch weiterhin mit den internationalen Organisationen wie der OSZE zusammenarbeiten, um den Konflikt beizulegen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion befinden sich Aserbaidschan und Armenien in einer lang andauernden Auseinandersetzung um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem sich Bergkarabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg. Seit der Ausrufung der Waffenruhe im Jahr 1994 verbesserte sich die Situation nicht wesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in der Beziehung zwischen Armenien und Aserbaidschan. |
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