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Ukraine gibt Waffenlieferungen an Georgien zu - "Nesawissimaja Gaseta"

14:55 | 07/ 08/ 2008

MOSKAU, 7. August, (RIA Novosti). Das ukrainische Verteidigungsministerium und Außenministerium bestätigten die Worte des südossetischen Präsidenten Eduard Kokoity, der behauptete, das Kiew Kriegstechnik an Tiflis lieferte.

Dies berichtet die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" vom Donnerstag.

Die Ukrainer wollten jedoch nicht präzisieren, welche Art von Kriegstechnik die Georgier erhalten haben. Mit diesen Lieferungen in das kaukasische Krisengebiet wolle die Ukraine Probleme für Russland schaffen, so einige Experten.

Der Vertrag über die militärtechnische Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Georgien wurde 2005 unterschrieben, unmittelbar nachdem Viktor Juschtschenko, Busenfreund des georgischen Staatschef Michail Saakaschwili, als Präsident an die Macht kam.

Im Herbst desselben Jahres sagte der südossetische Präsident Eduard Kokojty erstmals öffentlich, die Ukraine liefere an Georgien Panzer T-72, Hubschrauber Mi-8, Schützenpanzer, Raketen und andere Kriegstechnik.

Die ukrainischen Behörden hatten vergangenen Jahr den Zugang zu Informationen über Waffenlieferungen drastisch erschwert und sie als "Top Secret" eingestuft. "Das wurde direkt im Auftrag des Präsidenten Viktor Juschtschenko getan", so eine Quelle der Zeitung. Ihr zufolge sollen die Informationen, die die Ukraine an das internationale Register bei der UNO liefert, deklarativ und freiwillig, und daher höchstwahrscheinlich unvollständig sein.

Im Juni reiste der ukrainische Verteidigungsminister Juri Jechanurow nach Georgien und machte keinen Hehl daraus, dass die Ukraine Waffen liefert. Außerdem kündigte er an, dass die Ukraine und Georgien zusammen neue Waffen entwickeln wollen. Der Minister bestätigte, dass in dieser "heiklen Angelegenheit" sowohl Kiew als auch Tiflis mit einer NATO-Mitgliedschaft rechnen.

Ukrainische Experten vertreten die Meinung, dass Juschtschenko und Saakaschwilli die Lage absichtlich verschärfen und mit dem Gerede, es gehe um die nationale Sicherheit, einen raschen NATO-Beitritt herbeiführen wollen. Die Experten sind jedoch auch der Ansicht, Russland gelte dabei für Kiew und Tiflis insgeheim als "Außenfeind".

Saakaschwilli benutzt sehr geschickt die jetzige Lage in Südossetien und will diesen Trumpf ausspielen.

Im Frühjahr wollte auch Juschtschenko, nachdem die Medien einige angeblich von Wladimir Putin stammende Äußerungen auf dem NATO-Gipfel in Bukarest veröffentlichten, dem Westen weiß machen, die Souveränität und territoriale Unverletzbarkeit seines Landes seien in Gefahr.


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