Russland
Gay-Parade in Moskau gescheitert
MOSKAU, 27. Mai (RIA Novosti). Die von den Moskauer Stadtbehörden verbotene Gay-Parade ist in gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Vertretern der Sexminderheiten und Paradegegnern ausgeartet.
Trotz des Verbots wollten die Organisatoren die Parade doch noch durchführen, gaben aber den Austragungsort bis zum letzten Augenblick nicht preis. Gegen Mittag wurde bekannt, dass Vertreter der Sexminderheiten statt der Parade Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer niederlegen werden. Gegen 15.00 Uhr Ortszeit versammelten sich im Alexander-Garten, wo sich das Grab des Unbekannten Soldaten befindet, etwa 100 Gegner der Aktion, knapp 50 Reporter und einige wenige Vertreter der Sexminderheiten. Es kam zu einer Handgemenge zwischen Gegnern und Anhängern der Aktion. Deren Organisator, Nikolai Alexejew, wurde von der Polizei festgenommen.
Darauf wurde die Aktion vor dem Gebäude der Stadtverwaltung in der Twerskaja-Straße fortgesetzt. Die Polizei ging härter vor: Mehrere der etwa 20 Festgenommenen wurden verletzt. Festgenommen worden sei ein deutscher Bundestagsabgeordneter, teilten deutsche Journalisten der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. Insgesamt wurden in Moskau am Samstag 100 Teilnehmer der Aktion in Gewahrsam gebracht.

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