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Russland

Putin schließt erneuten Angriff Georgiens nicht aus

Thema: Jahrestag des Südossetien-Krieges

15:35 09/08/2009
SOTSCHI (Badeort am Schwarzen Meer), 09. August (RIA Novosti). Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin ist der Auffassung, dass man mit der derzeitigen Regierung in Georgien eine Wiederholung des Südossetien-Konflikts vom Vorjahr nicht ausschließen kann.

Ihm zufolge wird Russland die Beziehungen mit Abchasien und Südossetien als anerkannte Staaten weiter entwickeln.

„Damit sich solche Tragödien nicht wiederholen, besteht das Wichtigste meines Erachtens darin, dass die Menschen, die entsprechende Entscheidungen treffen, verpflichtet sind, der Meinung der Völker, die auf diesem oder jenem Territorium leben, Rechnung zu tragen.

Ohne Berücksichtigung ihres Willens kann keine Frage des Staatsaufbaus gelöst werden. Eben das hat die heutige georgische Führung vergessen“, sagte Putin in Bezug auf den Jahrestag des georgischen Angriffs auf Südossetien in der Nacht zum 08. August vor einem Jahr.

„Ich habe persönlich die georgische Führung dazu aufgerufen, dass sie Geduld haben sowie die Achtung, Souveränität und Vertrauen Abchasiens und Südossetiens gewinnen müssen. Nur so kann die territoriale Integrität erzielt werden“, sagte Putin.

„Wie waren die Antworten? Ja, wir verstehen und werden auf diese Weise vorgehen. In der Praxis geschah das Gegenteil: militärischer Druck, Aberkennung der autonomen Rechte und Aggression in letzter Konsequenz. Ein Verbrechen, das zahlreiche Opfer unter der friedlichen Bevölkerung und den Angehörigen der Bürgerwehr zur Folge hatte“, betonte der Premier.

Ihm zufolge konnte Russland Südossetien und Abchasien nicht im Stich lassen und musste die Abchasen und Südosseten schützen.

„Die geschaffene Rechtsgrundlage ermöglicht es uns, die Beziehungen mit Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten zu entwickeln“, sagte Putin.

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