
MAGAS, 17. August (RIA Novosti). Zwölf Menschen sind am Montag bei einem Terroranschlag in der russischen Teilrepublik Inguschetien im Nordkaukasus ums Leben gekommen, 58 weitere erlitten Verletzungen.
Das teilte die Staatsanwaltschaft offiziell mit. Zuvor war von 65 Verletzten berichtet worden. Die Explosion ereignete sich in den frühen Morgenstunden vor dem Gebäude der Verwaltung des Innern in Inguschetiens größter Stadt Nasran. Nach den jüngsten Angaben hatte ein mit Sprengstoff beladener Nutzkraftwagen den Zaun gerammt, als das Personal der Verwaltung des Innern im Innenhof angetreten war. Durch die Wucht der Explosion wurden sowohl das Polizeigebäude als auch ein naheliegendes Wohnhaus beschädigt.
Im Gebäude des Innenministeriums brach ein schwerer Brand aus, der zu Detonation der dort lagernden Munition führte. Die Detonationen gehen noch immer weiter und erschweren die Arbeit der Feuerwehr, teilte ein Sprecher des Zivilschutzes mit. Gegen die Flammen kämpfen mehrere Feuerwehrmannschaften.
Der Anschlag wurde nur vier Tage nach dem Wieder-Amtsantritt des Präsidenten von Inguschetien Junus-Bek Jewkurow verübt, der beim Attentat im Juni schwer verletzt worden war und seitdem in einem Moskauer Krankenhaus behandelt wurde.
Jewkurow, der für sein hartes Durchgreifen gegen Terroristen bekannt ist, ordnete einen verstärkten Schutz der Polizei- und anderer Einrichtungen an. Er bezeichnete den heutigen Anschlag als Rache für die Spezialeinsätze gegen bewaffnete Banden an der Grenze Inguschetiens zu Tschetschenien. „Trotz alledem werden die Spezialmaßnahmen zur Neutralisierung der Extremisten fortgesetzt und erst nach der Wiederherstellung der Ordnung angeschlossen“, wurde der inguschetische Präsident von seinem Presseamt zitiert.
Fotostrecke: Ende der 10-jährigen Antiterror-Operation in Tschetschenien