
WERCHNJAJA IWOLGA, 24. August (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat am Montag seinen Arbeitsbesuch in der Republik Burjatien mit einer Visite im größten buddhistischen Kloster (Dazan) in der Siedlung Werchnjaja Iwolga begonnen.
Die Mönche begrüßten den Staatschef mit einem Spalier von den Toren des Klosters bis zum Haupttempel Zoktschen. In Begleitung des Oberhaupts der russischen Buddhisten, Damba Ajuschew, besichtigte der Staatschef den Tempel und den Palast des Obersten Lamas. Anschließend nahm er an einer Teerunde mit den Lamas teil.
Während des Gesprächs betonte der Staatschef, dass "die russischen Buddhisten vieles für die Festigung des zwischenethnischen Dialogs und der gesellschaftlichen Eintracht tun".
Nach seinen Worten sind derzeit 203 buddhistische Organisationen in Russland tätig. "Die heutige buddhistische Gemeinschaft in Russland erlebt derzeit eine geistige Wiedergeburt. Die alten Klöster werden wiederaufgebaut und viele neue dazu errichtet. Dank der beharrlichen Tätigkeit der Lamas leben in Vergessenheit geratene buddhistische Bräuche wieder auf."
"Als Oberhaupt eines multinationalen Staates besuche ich orthodoxe Kirchen und Moschees, nun habe ich auch die heilige Stätte der Buddhisten unseres Landes besucht", stellte er fest.
Das Kloster in Werchnjaja Iwolga bezeichnete er als einen "einmaligen Ort, wo die Auferstehung des Buddhismus in Russland nach Jahrzente langen Verfolgungen begann".
"Russland ist ein besonderer Staat und der einzige Staat in Europa, in dem Buddhismus als eine Traditionsreligion anerkannt ist", betonte Medwedew. "Heute ist die eigenartige buddhistische Kultur ein unveräußerlicher und überaus wesentlicher Teil der gesamtrussischen Geschichte und Kultur."
Im Anschluss an die Teerunde ließ sich Medwedew zusammen mit allen Mönchen auf dem zentralen Platz des Klosters fotografieren.