
MOSKAU, 10. März (RIA Novosti). Im Zuge der angekündigten Reform soll die zahlenmäßige Stärke des Zentralapparats des russischen Innenministeriums samt Untereinheiten um mehr als die Hälfte auf 9.264 Mitarbeiter gekürzt werden.
Das teilte Innenminister Raschid Nurgalijew am Mittwoch in Moskau mit. Nach seinen Worten wird der Stellenabbau vor allem die Verwaltungs- und Versorgungsstrukturen betreffen.
In den letzten Jahren gerät das russische Innenministerium immer stärker ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Der Grund dafür sind mehrere Verbrechen, die durch Polizisten begangen wurden. Am spektakulärsten war wohl der Amoklauf von Major Denis Jewsjukow, der im April in einem Moskauer Supermarkt ein Blutbad mit zwei Toten und sieben Verletzten angerichtet hatte und im Februar zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde.
Nach der Schießerei mussten der Chef der Moskauer Polizei und andere hohe Offiziere den Hut nehmen. Im Dezember ordnete der russische Präsident Dmitri Medwedew eine umfassende Reform des Innenministeriums und des Strafvollzugssystems an. Im Februar wurden zwei Vizeminister und 15 weitere Generäle entlassen. Zudem wurden ein massiver Stellenabbau und eine Verschärfung der Verantwortlichkeit für Polizisten für von ihnen begangene Delikte angekündigt.