MOSKAU, 30. Mai (RIA Novosti). Die Erklärung des litauischen Verteidigungsministers Juozas Olekas, Elemente des US-Raketenabwehrsystems in Litauen zu stationieren, stört die russisch-litauischen Beziehungen. Der Erste Vizevorsitzende des Auswärtigen Dumaausschusses, Leonid Sluzki, sagte RIA Novosti, dass die Erklärung des litauischen Verteidigungsministers eine reine Werbestrategie sei, die kaum praktische Anwendung finden würde. Außerdem erinnerte Sluzki daran, dass das Repräsentantenhaus des US-Kongresses die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für die Stationierung von Raketenabwehrsystemen in Osteuropa für 2009 faktisch blockiert habe. „Diese Intervention des litauischen Verteidigungsministers hat keinen praktischen Sinn. Dadurch will Litauen einerseits zeigen, dass es nicht hinter Brüssel und Washington zurückbleibt, andererseits zeigt es feindliche Absichten in Bezug auf Russland“, so Sluzki. Gennadi Gudkow, Mitglied des Dumaausschusses für Sicherheit, äußerte, dass Litauen eine Entscheidung gefällt habe, um die es niemand gebeten habe. Der Abgeordnete vermutet, dass Litauen die Beispiele Polens und Estlands, die in letzter Zeit zu den Hauptreizfaktoren für Russland geworden sind, keine Ruhe ließen. Des Weiteren bemerkt Gudkow, dass Litauen die Position des Schwächeren gewählt habe, „der bereit sei, dem Stärkeren in jeder Hinsicht zu dienen um dessen Aufmerksamkeit zu erregen, auch um den Preis des eigenen Wohlergehens“. Der Parlamentarier verkündete, dass dieser antirussische Ausfall Litauens zu schwerwiegenden Komplikationen der russisch-litauischen Beziehungen führen würde. Zudem würde das Sicherheitsniveau Litauens zurückgehen, da auf seinem Gebiet Systeme stationiert sein würden, die in jedem beliebigen Moment auf russische Atomraketen gerichtet werden könnten. Russland, so Gudkow, würde mit einer Antwort nicht lange zögern. Der Generalstab würde beim Auftreten von Komplikationen zweifellos durch moderne Fernlenkwaffen gegen die in Litauen stationierten Raketenabwehrsysteme vorgehen. Des Weiteren bemerkte Gudkow, dass die Beschleunigung der Arbeiten am Raketensystem „Iskander“, die erfolgreichen Erprobungen von Raketen, die in Zukunft von bereits existierenden oder in Planung befindlichen Raketenabwehrsystemen nicht geortet werden können, wie auch die erfolgreiche Arbeit an Raketen, die Satan-Raketen ablösen, die unter die Reduzierung fallen, die Realität der russischen Politik zeige. Gudkow betonte, dass Beteuerungen darüber, dass die litauischen Raketenabwehrsysteme nordkoreanische Raketenstarts abwehren würden, für den Kleinbürger gedacht seien, der eine Explosionsrakete nicht von einem festlichen Feuerwerk unterscheiden könne. Der Parlamentarier sagte, dass Litauen den schnellsten und effektivsten Weg beschritten habe, um die Beziehungen zu Russland auf lange Jahre einzufrieren. Die Raketenabwehrsysteme benötigten, so Gudkow, am ehesten bestimmte politische Kräfte für konjunkturbedingte und unverantwortliche politische Spiele. Zudem kritisierte er die USA dafür, Europa faktisch zu einer neuen militärischen Konfrontation zu drängen. |
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