ANKARA, 20. August (RIA Novosti). Als falsch hat der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan Medienberichte zurückgewiesen, dass die USA sein Land um die Durchfahrt der Spitalschiffe Comfort und Mercy ins Schwarze Meer ersucht haben. "Wir haben diesbezüglich keine offiziellen Bitten aus den USA erhalten", sagte Erdogan in Ankara. Davor hatten westliche Medien berichtet, dass die USA ihre Spitalschiffe an die georgische Schwarzemeerküste schicken wollen. Die Türkei kontrolliert die beiden Meeresengen Bosporus und Dardanellen, durch die die US-Schiffe ins Schwarze Meer gelangen können. Der für Eurasien zuständige stellvertretende Staatssekretär im US-Außenministerium, Matthew Bryza, bestätigte am Mittwoch, dass Washington keine offizielle Anfrage an Ankara geschickt habe, dennoch mit der Türkei inoffizielle Verhandlungen führe. Laut Bryza steht der Entsendung der Schiffe der Vertrag von Montreux (1936) entgegen, der die beiden Meeresengen für Kriegsschiffe fremder Staaten mit einer Wasserverdrängung von über 45 000 Tonnen sperrt. Experten schätzen die Wasserverdrängung der beiden US-Hospitalschiffe auf jeweils rund 70 000 Tonnen. Erdogan betonte, sein Land halte am Montreux-Vertrag fest und werde seinen Verpflichtungen bezüglich der Sicherheit in der Schwarmeer-Region nachkommen. weitere Artikel zu diesem Thema
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