MOSKAU, 17. Juli (RIA Novosti). Russische zuständige Behörden werden die Ursachen des jüngsten misslungenen Starts einer ballistischen seegestützten Rakete vom Typ Bulawa am 15. Juli klären und eine mögliche Sabotage im Herstellerwerk oder bei der Montage der Rakete prüfen, wurde aus Geheimdienstkreisen am Freitag verlautbart. Am Vortag ist ein neuer Teststart der russischen Interkontinentalrakete - der Hauptwaffe einer neuen Generation der strategischen U-Boote (Fotostrecke zum Thema) der russischen Kriegsmarine - gescheitert. Wegen des Ausfalls der ersten Stufe wurde das Selbstvernichtungsprogramm ausgelöst. „Ein defektes Teil kann in die Rakete wegen fehlender effektiver Endkontrolle, durch Pfusch im Herstellerbetrieb oder bei der Endmontage der Rakete gelangen. Im gegebenen Fall wird sowohl das Eine als auch das Andere auf Grund der Wichtigkeit der Aufnahme der neuen Rakete in die Bewaffnung der strategischen Seekernstreitkräfte Russlands als Diversion bewertet“, sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur. Zugleich schloss er nicht aus, dass die defekten Teile oder Aggregate in die technologische Kette der Produktion der Rakete im Ergebnis verbrecherischer Fahrlässigkeit gelangen konnten, was auch als Diversion bewertet werden könne. Das ist bereits die sechste Panne mit der Bulawa. Zuvor hat es bereits zehn Testsstarts der Bulawa gegeben. Jeder zweite davon schlug fehl. Die seegestützte ballistische Rakete Bulawa ist für die Bewaffnung der neuesten strategischen U-Boote der vierten Generation der Klasse Borej (Projekt 955) bestimmt. Das erste davon wird die „Juri Dolgoruki“ sein. Die Teststarts werden vom modernisierten U-Boot des Projekts 941U „Dmitri Donskoi“ vorgenommen. weitere Artikel zu diesem Thema
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