MOSKAU, 17. November (RIA Novosti). Vor dem Hintergrund der iranischen Vorwürfe, Russland vereitle die vereinbarte Lieferung seiner S-300-Raketen an Teheran, streitet die Regierung in Moskau Verstöße gegen ihre internationalen Verpflichtungen ab. Der Sprecher des russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko, wurde am Dienstag auf einer Pressekonferenz nach S-300-Lieferungen an Iran gefragt, gab aber keine eindeutige Antwort. „Die russische Seite hält ihre Verpflichtungen im Bereich der militärtechnischen Kooperation verantwortungsvoll ein und wird auch weiterhin daran festhalten“, hieß es. Russland erfülle bei seiner Kooperation mit Iran auch alle internationalen Vorschriften. Es gehe „lediglich um die Lieferung von Verteidigungswaffen, die keine Destabilisierung in der Region verursachen können“, so Nesterenko. Fotostrecke über S-300 und weitere Luftabwehrsysteme Die Nachrichtenagentur Mehr hatte am Freitag den iranischen Generalstabchef Seyyed Hassan Firuzabadi mit den Worten zitiert, Teheran sei mit den „russischen Freunden“ unzufrieden: „Warum wird der Vertrag, nach dem Iran S-300-Luftabwehrsysteme für Verteidigungszwecke erhalten soll, trotz der zwischen den beiden Staaten getroffenen Vereinbarungen nicht erfüllt?“. Der Liefervertrag war im Dezember 2005 unterzeichnet worden. Ob und wann die Auslieferung beginnt, wurde bislang allerdings nicht bekannt gegeben. Die Zeitung „Wedomosti“ berichtete am 22. Oktober, Russland habe den Vertrag auf Eis gelegt. Fla-Raketen-System S-300P. INFOgraphiken weitere Artikel zu diesem Thema
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