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Ringe des Saturn bestehen aus supraleitfähigen Eispartikeln

20:20 19/12/2005

MOSKAU, 19. Dezember (RIA Nowosti). Die berühmten Ringe des Saturn haben sich aus supraleitfähigen Eispartikeln der protoplanetaren Scheibe gebildet, die den Planeten ursprünglich umringte. Diese Hypothese vertrat Dr. phys. Wladimir Tschorny am Montag auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti.

"Nachdem der Saturn ein Magnetfeld bekam, drifteten die supraleitfähigen Partikel der protoplanetaren Scheibe in die Fläche des Magnetäquators des Planeten. So bildeten sich im Endeffekt die Ringe, die rund um den Saturn zu sehen sind. Sie bestehen größtenteils aus Partikeln aus kosmischem Eis, die sich auf einer kreisförmigen Umlaufbahn mit einer riesigen Geschwindigkeit bewegen", berichtete der Wissenschaftler.

Dem Wissenschaftler zufolge werde diese Theorie von den Angaben der amerikanischen Weltraumapparate vom Typ Voyager sowie durch die Ergebnisse des jüngsten NASA-Projektes - der Saturnus-Sonde Cassini-Huygens - bestätigt. "Die Hypothese über die Supraleitfähigkeit erlaubt eine Erklärung, wie die Ringe sich gebildet haben, warum die Eispartikel sich nicht vermischen und die Mikrowellen der Polarisierung von den Ringen wie von einem Magnetspiegel reflektiert werden, woher die Atmosphäre um die Ringe kommt und warum die Erde keine Ringe wie der Saturn hat", sagte der Wissenschaftler.

Die Supraleitfähigkeit der Ringe werde auch dadurch bewiesen, dass sie Relikte aus den frühen Zeiten des Sonnensystems seien, so Dr. Wladimir Tschorny. "Sie wurden nie erwärmt. Das ist auch nicht möglich, weil die Temperatur dort nur hundert Grad über absolut Null liegt. Die Partikel können auch nicht zusammenschmelzen, weil das Magnetfeld aus ihnen dank der Supraleitfähigkeit herausgepresst wird und dabei die Partikel auseinanderschiebt", meint Tschorny.

Die Eispartikel, die sich in der kreisförmigen Umlaufbahn bewegen, haben sich genauso gruppiert wie Metallpartikel in einem inhomogenen Magnetfeld, so der Wissenschaftler.

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