Wissenschaft
Biologischer Versuch in der ISS - Strudelwürmer regenerieren fehlende Körperteile
Die Würmer sind von der 15. Stammbesatzung und vom fünften Raumtouristen Charles Simonyi zur ISS gebracht worden.
Wie ein Mitarbeiter des russischen Institutes für medizinisch-biologische Probleme auf Anfrage von RIA Novosti sagte, sollen die Planarien, denen wie auch ihren Vorgängern die Köpfe und die hinteren Körperteile auf der Erde abgetrennt wurden, im Weltall die fehlenden Fragmente regenerieren. „Alle vorangegangenen Etappen des Experimentes in der ISS waren erfolgreich verlaufen“, sagte der Wissenschaftler.
Nach Angaben eines Forscherteams des Institutes, die bereits bei der 13. Konferenz über Weltraumbiologie und Luft- und Weltraummedizin vorgestellt wurden, hatten Planarien bereits unter Verhältnissen der Schwerelosigkeit ihre Körper völlig wiederhergestellt.
„Beim Fehlen der Schwerkraft wird die Neubildung verlorener Körperteile bei Strudelwürmern und bei Bauchfüßlern nicht behindert.“ Das geht aus den Unterlagen zu der Konferenz hervor, die RIA Novosti zur Verfügung stehen.
Die Planarien, Wirbellose aus der Unterordnung Tricladida der Klasse der Turbellarien, werden sich zehn Tage an Bord der ISS aufhalten.
Die bis zu 35 Zentimeter langen Würmer sind über die ganze Erdkugel verbreitet. Sie bewohnen vorwiegend Süßgewässer (seltener Meere) und sind in den Tropengebieten auch auf dem Boden anzutreffen.
An Bord der Raumstation werden in diesem Jahr auch Versuche mit Weinschnecken durchgeführt.
Die Planarien werden am 20. April zur Erde zurückgebracht. Noch in diesem Frühjahr soll eine „Schneckenmannschaft“ mit einem Progress-Raumtransporter zur ISS gebracht werden.

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