Wissenschaft
Russland will von Urknall-Anlage LHC profitieren
Thema: Large Hadron Collider
„Der Bau des LHC wurde 2001 beschlossen. Russland ist immer davon ausgegangen, dass unsere Forscher all die Ergebnisse verwenden dürfen“, so Vizepremier Sergej Iwanow am Mittwochnachmittag.
„Das ist ein gutes Beispiel für internationale Kooperation, zu der jedes Land beiträgt und alle das Resultat bekommen“, hieß es.
Iwanow erinnerte, dass über 700 russische Physiker am Projekt teilgenommen hatten.
Der Large Hadron Collider absolvierte am Mittwoch erfolgreich den Testlauf: Ein Protonen-Bündel lief erstmals durch den 27 Kilometer langen Hadronen-Speicherring.
Der Large Hadron Collider soll den Urknall nachahmen. Die Forscher hoffen unter anderem, das Higgs-Boson nachweisen zu können, dem Elementarteilchen ihre Masse zu verdanken haben.
In der Anlage werden Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit zur Kollision gebracht. Skeptiker befürchten, dass die dabei entstehenden Schwarzen Löcher die Erde verschlingen können. Das Kernforschungszentrum CERN weist diese Befürchtungen zurück.
Die offizielle Eröffnung des LHC soll am 21. Oktober stattfinden.

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