Wissenschaft
Urknall-Maschine fast auf Betriebstemperatur abgekühlt - Neustart in Sicht
MOSKAU, 16. Oktober (RIA Novosti). Die Abkühlung des Large Hadron Colliders (LHC) ist nahezu abgeschlossen.
Sieben der acht Sektoren der Urknall-Maschine haben nun die Betriebstemperatur von 1,9 Kelvin (271 Grad Celsius unter Null) und der letzte Sektor muss noch um ein Zehntel Grad abgekühlt werden.
Das teilte der Sprecher der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), James Gillies, am Freitag mit.
Der Beschleuniger für Elementarteilchen war vom CERN unter Mitwirkung von Physikern aus vielen Ländern, darunter auch aus Russland, geschaffen worden. In seinem 27-Kilometer-Ring sollen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte Protonen kollidieren.
Nach der vollständigen Abkühlung werden die supraleitenden Magnete, die die Elementarteilchen im Ring zurückhalten, unter Spannung gesetzt. Mitte November, nach einer Serie von Tests, sollen erste Protonenbündel durch den Ring laufen.
Das bislang teuerste physikalische Gerät und der weltweit größte Beschleuniger für Elementarteilchen war im September 2008 angefahren worden. Wenige Tage nach dem Start musste die Maschine wegen einer Panne stillgelegt werden.
Auf Beschluss des CERN soll die LHC-Anlage nach dem Neustart zunächst nur auf halber Leistung laufen. Laut Experten kann auch mit dieser Energieleistung das Hauptziel des LHC - die Entdeckung des Higgs-Bosons, das allen Elementarteilchen ihre Masse verleiht, - erreicht werden.

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