Wissenschaft
Astronomen rechnen in Kürze mit extrem starken Eruptionen auf der Sonne
MOSKAU, 28. Oktober (RIA Novosti). Die in den vergangenen Tagen in der Sonnenatmosphäre angestaute immense Energie hat sich noch nicht freigesetzt, was die Chancen für einen oder mehrere starke Sonnenausbrüche in den nächsten Tagen vergrößert.
Wie der Miturheber des russischen Weltraumobservatoriums TESIS und Mitarbeiter am russischen Physikalischen Institut „Lebedew“ Sergej Bogatschow der Nachrichtenagentur RIA Novosti mitteilte, werden diese Ereignisse sehr wahrscheinlich auch auf der Erde spürbar sein.
Nach den Worten des Wissenschaftlers ist jetzt in der nördlichen Hemisphäre der Sonne die aktivste Zone seit Jahresanfang zu beobachten, die mit einer Gruppe von Sonnenflecken verbunden ist. Allein am Dienstag wurden in dieser Zone acht Röntgenausbrüche registriert - doppelt so viel, wie in den ersten zehn Monaten dieses Jahres.
„Mehrere Jahre lang waren auf der Sonne Zonen beobachtet worden, die entweder keine Aktivität aufgewiesen oder nur Energie für ein bis zwei Ausbrüche… aufgebracht hatten“, sagte der Wissenschaftler.
Das jetzige Bild lässt sich laut Bogatschow nicht in das gewohnte Schema einfügen. „Wir können eine Zone beobachten, die alle zwei bis drei Stunden gleichsam eine Eruption vorbereitet und dabei weiter wächst.“
Diese Energie könne sich nur auf zwei Wegen freisetzen - schrittweise, mittels kleinerer Eruptionen und Auswürfe von Plasma - oder durch eine starke Explosion. „Je länger eine solche Zone besteht, umso wahrscheinlicher ist die Entwicklung nach dem zweiten Szenario“, sagte der Wissenschaftler.
Zum letzten Mal wurde ein starker Sonnenausbruch am 25. März 2008 registriert.

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