Sicherheit und Militär
USA verstärken mit Radar aus Hawaii Raketenabwehr an der russischen Pazifikküste
Thema: US-Raketenabwehr rund um Russland
Dies teilte US-General Henry Obering, Chef der Abteilung für Raketenabwehr des Verteidigungsministeriums in Washington, mit.
Das Radar sei für Erkennung von kleineren Objekten im Weltraum bestimmt und deshalb für die Raketenabwehr sehr wichtig, sagte Obering. Das Radar sei in der Lage „genaue Daten einem bestimmten Objekt im Weltraum zu liefern, die für die Steuerung von boden- und seegestützten Abfangraketen notwendig sind“.
Die Radaranlage ist 74,4 Meter breit, 120 lang und 86 hoch. Sie wiegt etwa 50 000 Tonnen.
Außerdem wollen die USA Radaranlagen in Tschechien und in Polen aufstellen. Die Kosten für den Aufbau werden für die nächsten fünf Jahre mit 1,6 Milliarden Dollar veranschlagt. Künftig kann die US-Raketenabwehr in Europa durch Seestützpunkte und Aufklärungssatelliten verstärkt werden.
Mit dem Raketenabwehr-System wollen sich die USA gegen einen eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" schützen. Hierzu zählen laut Washington vor allem Nordkorea und der Iran.
Der russische Präsident Wladimir Putin wertet die Argumente als haltlos, mit denen die Aufstellung der US-Raketenabwehr in Europa begründet wird. „Unsere Experten glauben nicht daran, dass die Raketenabwehrsysteme, die in Osteuropa stationiert werden, der Abwehr von Gefahren dienen, die von Iran oder von Terroristen ausgehen. Terroristen haben ja keine ballistischen Raketen“, sagte Putin am Donnerstag am 01. Februar auf einer Pressekonferenz im Kreml.
Ihm zufolge sind diese Abwehrsysteme offensichtlich gegen Russland gerichtet und werden daher auf „angemessene Reaktion“ stoßen. „Wir werden asymmetrisch, aber wirkungsvoll antworten“, sagte der Präsident.

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