Sicherheit und Militär
Russlands neue Vakuumbombe dient als politische Waffe
Durch ihre Sprengung wird der Brennstoff in der Luft verteilt. Die bei der Explosion entstehenden Druckwelle und enorme Hitze tötet alles Lebende. Die Sprengkraft der Bombe ist dem stellvertretenden Generalstabschef Alexander Rukschin zufolge mit der einer Atombombe vergleichbar.
Mit diesem Test machte Russland einen wichtigen Schritt zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit, schreibt die Zeitung "Sowjetskaja Rossija" am Freitag. Die Amerikaner ergänzen bereits seit langem ihr Atomwaffenarsenal, das als Abschreckungsmittel dient, mit konventionellen Munitionen, deren Wirkung mit der von Atomwaffen vergleichbar ist. Das amerikanische Arsenal der konventionellen Waffen wird ständig aufgestockt, was den Amerikanern ermöglicht, sich mit Russland ohne Zögern auf weiteren Atomabbau zu verständigen. In Russland lag der Bau solcher Systemen lange Zeit auf Eis, wodurch die Amerikaner einen Vorsprung erzielen konnten.
Doch die Wirksamkeit einer Bombe hängt nicht allein von ihrer Sprengkraft ab. Denn die Sprengladung muss zuerst zu ihrem Einsatzort gebracht werden. Bombenflugzeuge sind nicht in der Lage, moderne Luftabwehrsysteme zu durchbrechen. Deshalb werden sie mit Flügelraketen mit bis zu 3 000 Kilometer Reichweite ausgestattet.
Schwere Raketen vom Typ R36 "Satana", die mehr als sieben Tonnen Sprengladung tragen können, werden allmählich außer Dienst gestellt. Die neuste Rakete Topol-M gehört in die leichte Klasse und kann die neue Bombe nicht zum Ziel bringen.
Deshalb haben die Militärs offenbar Recht, wenn sie sagen, dass die neue Vakuumbombe vor allem zum Kampf gegen Terror bestimmt ist. Wo kann man denn so viele Terroristen an einem Ort finden, um auf sie eine sieben Tonnen schwere Bombe abzuwerfen, die nach der Sprengkraft 40 Tonnen TNT entspricht?
Der Schluss liegt nahe: Die Bombe hat ihren Zweck bereits erfüllt, und zwar nicht den militärischen, sondern den politischen.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:


Twitter






