RIA Novosti

Russlands Generalstab sieht IT-Kriege im Anmarsch

13:32 31/01/2008

Für zukünftige Kriegssiege werden dem russischem Generalstab zufolge Informationstechnologien ausschlaggebend sein, mit denen die Staats- und Truppenleitung des Feindes lahmgelegt werden kann.

MOSKAU, 31. Januar (RIA Novosti). Für zukünftige Kriegssiege werden dem russischem Generalstab zufolge Informationstechnologien ausschlaggebend sein, mit denen die Staats- und Truppenleitung des Feindes lahmgelegt werden kann.

Dies sagte der Erste Vizechef des russischen Generalstabs, Alexej Burutin, am Donnerstag in Moskau auf einem Forum über Informationssicherheit. Nach seinen Worten entwickelt der Westen aktiv "neue Kampfformen und -methoden im Informationsbereich".

In absehbarer Zeit werde für den Sieg in Kriegen und bewaffneten Konflikten nicht so die Vernichtung der feindlichen Truppen, sondern die Zerstörung der Staats- und Truppenleitung, der Navigation, der Verbindung und anderer Informationsobjekte ausschlaggebend sein, von denen die Stabilität der Staatsleitung abhängt, urteilte Burutin.

Nach seinen Worten wird in den Kriegen die technologische Überlegenheit in den Vordergrund rücken. Die Informationswaffen seien relativ preiswert und dabei sehr wirksam, sagte Burutin. Diese Waffen könnten ohne Verletzung der Grenzen des jeweiligen Staates eingesetzt werden. Für sie sei der Aufbau von komplizierten Truppenstrukturen nicht nötig.

"Eine Reihe von Staaten hat bereits Kurs auf Informationskriege genommen", sagte der Vizechef des Generalstabs. Der Umfang der Finanzierung dieser Programme zeuge davon, dass diese Staaten die Überlegenheit im IT-Bereich zu ihrer strategischen Priorität im 21. Jahrhundert erhoben haben, führte Burutin aus. Nach seinen Worten haben auch die russischen Streitkräfte mit der Entwicklung von Konzepten und Methoden für Informationskrieg begonnen.

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