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US-Raketenabwehr in Polen: Premier Tusk muss Abkommen nur noch absegnen

10:45 03/07/2008

Polen und die USA haben eine vorläufige Einigung über die umstrittene Aufstellung der amerikanischen Abfangraketen erzielt.

WARSCHAU, 03. Juli (RIA Novosti). Polen und die USA haben eine vorläufige Einigung über die umstrittene Aufstellung der amerikanischen Abfangraketen erzielt.

Wie der polnische Fernsehsender TVN24 berichtet, sind die USA mit der Vereinbarung zufrieden. Bevor ein endgültiges Abkommen unterzeichnet wird, muss es aber vom polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk abgesegnet werden.

Die USA wollen bis 2013 zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren, um sich angeblich vor einem möglichen Raketenüberfall aus Iran und Nordkorea zu schützen. Russland sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet und droht, die Basen mit Raketen ins Visier zu nehmen.

US-Außenministerin Condoleezza Rice wird am 8. Juli nach Tschechien kommen, um mit Staatspräsident Vaclav Karel ein Abkommen über die Stationierung des ABM-Radars in Brdy zu unterzeichnen. Die Gegner des US-Raketenschirmes kündigten in der Hauptstadt Prag Massenproteste an. Anschließend will Rice nach Warschau reisen, um die Vereinbarung mit Polen offiziell bekannt zu geben.

Als Bedingung für die Stationierung der amerikanischen Raketen hatte Polen von den USA Hilfe bei der Modernisierung seiner Armee gefordert. Unter anderem sollen die Kurz- und Mittelstreckenraketen Patriot PAC-3, THAAD oder AMRAAM zur Verfügung gestellt werden.

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