Sicherheit und Militär
Terroranschläge in Istanbul: Türkische Geheimdienste verdächtigen PKK
Dies berichten türkische Medien unter Berufung auf türkische Sicherheitskräfte.
Bei den zwei Bombenexplosionen kamen nach offiziellen Angaben 16 Menschen ums Leben, 154 weitere wurden verletzt, darunter sieben lebensgefährlich.
Der Sprengstoff war in zwei Mülltonnen im Stadtteil Güngören versteckt worden, die Polizei spricht daher von einem Terroranschlag.
Die türkischen Geheimdienste schließen nicht aus, dass kurdische Kämpfer die blutigen Anschläge als Antwort auf die türkischen Luftangriffe gegen Stellungen der PKK im Nordirak durchgeführt haben.
Die PKK bekannte sich zu der Tat bislang nicht und weist alle Vorwürfe zurück.
Die türkische Seite verwies darauf, dass der "Doppelanschlag", der vor allem im Nahen Osten typisch sei, in dem Land erstmals durchgeführt worden sei, weshalb auch die Beteiligung des Terrornetzwerkes Al Kaida an den Anschlägen nicht ausgeschlossen wird.
Der seit 1984 dauernde bewaffnete Unabhängigkeitskampf der Kurden in der Türkei hat bereits rund 40 000 Menschen das Leben gekostet. Die Regierung in Ankara lehnt Verhandlungen mit den Separatisten ab und will der PKK mit Waffengewalt das Handwerk legen.

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