
MOSKAU, 11. August (RIA Novosti). Die gemeinsamen Friedenskräfte in Abchasien, der zweiten von Georgien abtrünnigen Republik, haben Tiflis am heutigen Montag ein Ultimatum gestellt und eine "völlige Entmilitarisierung" des georgisch-abchasischen Konfliktgebiets gefordert.
Das teilte Alexander Nowizki, Sprecher der russischen Friedenstruppe, am Montag in einem RIA-Novosti-Gespräch mit.
Das Ultimatum sei von der Notwendigkeit diktiert worden, eine weitere Eskalation zu verhindern.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist im georgischen Gebiet Sugdidi, das zum Zuständigkeitsbereich der gemeinsamen Friedenskräfte gehört, eine gut bewaffnete Brigade der georgischen Sondereinsatztruppen zusammengezogen worden. Ihre zahlenmäßige Stärke beträgt mehr als 1 500 Mann. Dies seien keine Polizisten, hieß es.
Im Ultimatum wird die Ablieferung aller Waffen der georgischen Seite an die nächstgelegenen Beobachtungsposten der gemeinsamen GUS-Friedenskräfte gefordert. "Andernfalls werden gegen die jeweiligen bewaffneten Gruppen alle erforderlichen Zwangsmaßnahmen angewandt", sagte Nowizki.
Am Sonntag wurde über die an Georgien grenzenden Regionen Abchasiens der Kriegszustand verhängt. Zwischen Abchasien und Südossetien gibt es einen Beistandspakt.