Sicherheit und Militär
Iranischer Satelliten-Start kein Argument für US-Raketenschild
„Dieser Start lässt das iranische Raketenpotential kaum prinzipiell neu bewerten. Die Befürchtungen der USA, Teheran könne diese Technologie für die Entwicklung ballistischer Raketen nutzen, sind unbegründet“, sagte Andrej Nesterenko, Sprecher des russischen Außenministeriums, am Dienstag.
Ein Satellitenstart bedürfe keiner Präzision, die erforderlich sei, um eine ballistische Rakete als Waffe einzusetzen: „Deswegen wäre es haltlos, den jüngsten Start mit der Notwendigkeit eines Raketenabwehrschirms in Polen und Tschechien in Verbindung zu bringen“.
Die USA wollen zehn Abwehrraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Die einschlägigen Regierungsverträge sind bereist abgeschlossen. Russland betrachtet das als Gefährdung seiner Sicherheit.
Ein iranischer Testsatellit war am Sonntag ins All gebracht worden, teilte der Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Reza Taghipour, mit. Er sprach vom Auftakt eines groß angelegten Satelliten-Programms: „Zurzeit entwickeln wir verschiedene Satelliten, um sie in den nächsten zwei Jahren einen nach dem anderem ins All zu bringen“.

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