Sicherheit und Militär
Russische Friedenstruppen verlassen Georgien
TIFLIS, 05. Oktober (RIA Novosti). Fünf Tage nach dem Eintreffen der EU-Beobachter in Georgien hat Russland mit dem Abzug seiner Friedenstruppen begonnen.
Laut georgischen Medien verlassen die russischen Soldaten die westgeorgische Region Samegrelo. Die Kontrollposten in den Ortschaften Ganmuchuri, Tschchorozku und Kanti werden abgebaut, berichtet der georgische Fernsehsender Rustawi-2. Der Abbau der Kontrollposten werde von EU-Beobachtern überwacht.
Den Angaben zufolge waren in der vergangenen Nacht im georgischen Kreis Sugdidi rund 20 russische Lastkraftwagen eingetroffen, um Waffen, Munition, und Kriegstechnik der Friedenstruppen abzuholen.
Die EU-Beobachter hatten am 1. Oktober mit der Überwachung und Patrouillen in den Pufferzonen um Südossetien und Abchasien begonnen. Zehn Tage nach dem Start der EU-Beobachtermission, also am 10. Oktober, sollen die russischen Soldaten Georgien verlassen. So sieht ein Friedensplan vor, der vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und dem EU-Vorsitzenden Nicolas Sarkozy nach dem Angriff Georgiens auf dessen abtrünnige Provinz Südossetien in diesem August vereinbart worden ist.
Rund 200 Beobachter aus 22 EU-Staaten sollen gewährleisten, dass sich Georgien nicht wieder für eine Gewaltanwendung entschließt. Das Mandat der EU-Beobachter gilt bis zum 20. September 2009.
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