Sicherheit und Militär
Piraterie: Südkorea entsendet Kriegsschiff vor Somalias Küste
Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, soll eine konkrete Entscheidung bis zum 8. Dezember fallen. Das südkoreanische Kriegsschiff solle vor Somalia mit der 5. US-Flotte und französischen Schiffen zusammenwirken. Der Einsatz werde die südkoreanische Regierung 4,2 Millionen Dollar kosten.
An diesem Mittwoch hatte die Europäische Union beschlossen, den Kampf gegen die Piraten vor Somalia mit acht bis zehn Kriegsschiffen zu unterstützen. Die EU-Mission "Atalanta" soll in Koordinierung mit der Nato durchgeführt werden.
Seit Ende Oktober befindet sich zudem das russische Küstenschutzschiff Neustraschimy im Golf von Aden. Die Übergangsregierung von Somalia erlaubte ihm einen Waffengang gegen die Seeräuber im somalischen Küstenbereich. Am gestrigen Mittwoch rettete die Neustraschimy gemeinsam mit der britischen Fregatte Cumberland bereits den dänischen Frachter Powerfull vor den Seeräubern.
Die Küste vor Somalia ist berüchtigt für Piratenüberfälle. Allein von Januar bis September dieses Jahres wurden 63 Frachtschiffe angegriffen. Derzeit befinden sich mehr als zehn ausländische Schiffe in der Gewalt der Seeräuber, darunter der ukrainische Frachter "Faina". Die am 25. September aufgebrachte Faina hat 33 ukrainische Panzer T-72 und andere Waffen an Bord.
In diesem Juni verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die fremden Staaten erlaubt, zur Geiselbefreiung Waffen gegen die Piraten vor Somalias Küste einzusetzen.

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