Sicherheit und Militär
Israelische Operation im Gaza-Streifen fängt erst an - Verteidigungsminister Barak
Thema: Israelische Operation im Gaza-Streifen
Diese Operation werde langwierig sein, kündigte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak am Samstagabend an. "Seit Wochen greifen die Hamas-Bewegung und andere Terrororganisationen den Süden unseres Landes mit Raketen und Granaten an. Wir wollten das nicht mehr dulden und arbeiteten diese Operation aus, um die Situation umzukehren. Das Hauptanliegen ist die Einstellung des Beschusses unserer südlicher Siedlungen und unserer Militärstützpunkte", sagte Barak.
"Wir werden alles in unseren Kräften Stehende tun, damit Ruhe einkehrt. Deshalb ist es jetzt an der Zeit zu kämpfen ... Diese Attacke wird so lange dauern wie nötig. Ich möchte nicht, dass Sie Illusionen haben. Das wird alles andere als leicht sein. Wir müssen Geduld an den Tag legen, weil ein Krieg gegen den Terror kompliziert ist und lang anhalten wird", betonte der israelische Verteidigungsminister.
Am Samstag hatte die israelische Luftwaffe fast zeitgleich dutzende Kommandostellen und sonstige Objekte der radikal-islamischen Bewegung Hamas als Vergeltung für den anhaltenden Raketen- und Granatbeschuss des israelischen Territoriums angegriffen. Nach den jüngsten Angaben palästinensischer Ärzte stieg die Zahl der Toten indes auf 195. Rund 300 Menschen seien verletzt worden, 120 von ihnen schwer, teilte ein Vertreter des örtlichen Gesundheitsministeriums Journalisten mit. Mehr als 5500 Palästinenser seien von Psychologen wechen Schocks behandelt worden, hieß es. Zuvor hatten die palästinensischen Behörden die Zahl der Toten mit 155 angegeben.
Die Hamas erwiederte die Bombardements mit dem Raketenbeschuss des israelischen Territoriums. Bislang schlugen am Samstag etwa 15 Raketen in südlichen Gebieten des Landes ein. In Netiwot wurde ein Israeli getötet, mindestens vier Einwohner wurden verletzt.

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