Sicherheit und Militär
Sicherheitsorganisation der GUS strebt keine globale Rolle an - CSTO-Chef Bordjuscha
Das sagte CSTO-Generalsekretär Nikolai Bordjuscha am Mittwoch vor der Presse in Brüssel. Zur CSTO gehören sieben Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS): Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Usbekistan und Weißrussland.
"Wir erheben keinen Anspruch auf irgendeine globale Rolle", sagte Bordjuscha nach Konsultationen mit den NATO- und EU-Botschaftern der CSTO-Länder in Brüssel. Zuvor hatte die Organisation beschlossen, eine gemeinsame schnelle Eingreiftruppe aufzustellen.
Der Generalsekretär teilte mit, dass für diesen Herbst ein erstes Manöver der Truppe geplant sei. Gegenwärtig würden zwischenstaatliche Dokumente erstellt, die den Status und den Modus für den Einsatz der Truppe bestimmen sollen. "Das Hauptanliegen dieser Streitmacht besteht unter anderem darin, möglichen Grenzkonflikten vorzubeugen, der organisierten Kriminalität das Handwerk zu legen und gegen den Drogentransit aus Afghanistan zu kämpfen."
Zur möglichen Erweiterung der CSTO sagte Bordjuscha, dass andere Staaten bislang keine entsprechenden Anträge gestellt hätten. Zugleich teilte er mit, dass an Sonderoperationen der CSTO zur Unterbindung des Drogenhandels weitere 26 Länder teilnehmen würden, darunter die USA, China, Pakistan, die Ukraine, die baltischen Republiken und Aserbaidschan.
"Interesse an der Organisation bekundet auch der Iran, der bereits an gemeinsamen Operationen zur Unterbindung des Drogenhandels und der illegalen Migration teilnimmt." Zur möglichen Kooperation zwischen der CSTO und der NATO bei der Gewährleistung der Sicherheit in Europa sagte der Generalsekretär, dass die nordatlantische Allianz trotz mehrfacher Angebote bislang jegliche Kontakte zur CSTO meide.

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