RIA Novosti

Generalstab gibt zu: Georgische Flugabwehr unterschätzt

14:20 28/03/2009

Was russische Geheimdienstler verpassten, als sich Georgien für den Krieg rüstete, wie Russland zu einer möglichen F-16-Verlegung an seine Grenze und dem nordkoreanischen Raketenstart steht, hat der Generalstab erklärt.

MOSKAU, 28. März (RIA Novosti). Was russische Geheimdienstler verpassten, als sich Georgien für den Krieg rüstete, wie Russland zu einer möglichen F-16-Verlegung an seine Grenze und dem nordkoreanischen Raketenstart steht, hat der Generalstab erklärt. 

„Unsere Auslandsgeheimdienste haben die schnelle Aufstockung des georgischen Kampfpotentials aufmerksam verfolgt. Dass Georgien ein Flugabwehrsystem auf Basis von Buk-M1 bekommt, konnten unsere Geheimdienste jedoch nicht aufdecken", sagte Anatoli Nogowizyn, Vizechef des russischen Generalstabs, am Samstag dem Radiosender „Echo Moskwy".

Auf diesen Informationsmangel sei der Abschuss eines russischen Langstreckenbombers vom Typ Tu-22 zurückzuführen.

„Eine Buk-Anlage wurde von der Ukraine geliefert. Anhand unserer Ermittlungsergebnisse kamen wir zum Schluss, dass ukrainische Militärs diese Anlage offenbar mit bedient hatten, denn es war in so kurzer Zeit unmöglich, ein georgisches Team entsprechend auszubilden", hieß es.

Nogowizyn kommentierte Medienberichte, laut denen die Nato die Umverlegung einer F-16-Staffel vom italienischen Stützpunkt Aviano nach Polen erwäge.

„Wenn eine Einheit verlegt wird, so zielt das darauf ab, eine Bedrohung oder eine Herausforderung zu neutralisieren. Laut den geltenden Vereinbarungen müssen wir über eine solche Umstationierung informiert werden. Wenn es dazu kommt, sind wir berechtigt, nach dem Ziel zu fragen",  so Nogowizyn.

Russland werde den für Anfang April angesetzten nordkoreanischen Raketenstart verfolgen. „Wir kontrollieren alle Objekte in der Erdumlaufbahn, verfolgen ihre Flugrichtungen... Jeder Staat hat das Recht auf Raumfahrtaktivitäten. Dieses Problem darf nicht einseitig behandelt werden", betonte der Vizechef des Generalstabs. Westliche Experten behaupten, unter dem Vorwarnd eines Satellitenstarts wolle Pjöngjang eine Interkontinental-Rakete testen.

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