
MOSKAU, 03. Mail (RIA Novosti). Groß angelegte Raketenabwehr-Übungen für Reservisten haben in Israel begonnen. Die Luftwaffe übt unterdessen einem Zeitungsbericht zufolge einen Angriff auf iranische Atomanlagen.
"Wir arbeiten hart, um gegen die iranische Bedrohung gewappnet zu sein", sagte ein ranghoher israelischer Militär am Sonntag der „Jerusalem Post". Man mache sich unter anderem auf Gefechtsköpfe, die sich teilen können, und „weitere Überraschungen" gefasst.
Reservisten verbrächten nun einen Tag in der Woche in Militäreinheiten, denen Arrow- and Patriot-Raketen zur Verfügung stünden. Auch Piloten der Luftwaffe nähmen an den Übungen teil.
"Sie kommen, um verschiedene Einsätze zu simulieren. Es gibt schwierige Dilemmas, mit denen ein Zuständiger in Sachen Raketenabwehr konfrontiert wird", so die Quelle der „Jerusalem Post" weiter.
Unter anderem gehe es darum, welche gegnerische Rakete vor allem abzufangen sei, und in welcher Flugphase das erfolgen solle.
Die französische Zeitung "L'Express" hat unterdessen berichtet, die israelische Luftwaffe habe Einsätze über der Straße von Gibraltar geflogen, um Luftangrffe auf iranische Atomanlagen zu üben. Die Übung habe auch das Nachtanken beinhaltet.
Ein israelischer Geheimdienstler hatte Mitte April der britischen „Times" gesagt, es gebe Anzeichen für die Bereitschaft der israelischen Militärführung zu einem Militäreinsatz. Israels Streitkräfte träfen Vorbereitungen, um einen Luftangriff auf iranische Atomanlagen im Kriegsfall möglichst schnell starten zu können.
Der israelische Präsident Schimon Peres hatte Kriegspläne gegen Iran abgestritten: Entsprechende Medienspekulationen seien „Unsinn".