
TRIPOLIS, 07. Oktober (RIA Novosti). Die Luftfahrtmesse LAVEX 2009 in Libyen ist von einem Unfall überschattet worden: Eine MiG-23 der libyschen Luftwaffe ist am Mittwoch bei einem Schauflug abgestürzt.
Wie ein Korrespondent der Agentur RIA Novosti vom Luftwaffenstützpunkt Matiga nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis berichtet, verunglückte die Maschine rund zwei Kilometer von der Zuschauertribüne entfernt. Nach vorläufigen Angaben kam der Pilot ums Leben. Zur Unglücksstelle, über der eine schwarze Rauchsäule zu sehen ist, sind Feuerwehrwagen ausgerückt.
Der Frontjäger MiG-23 (Nato-Code: Flogger) mit Schwenkflügeln war in der Sowjetunion entwickelt worden und 1967 erstmals in den Himmel gestiegen. Die Maschine löste Mitte der 1970er Jahre bei der sowjetischen Luftwaffe die MiG-21 ab. Die MiG-23, die wohl eine der erfolgreichsten Exportmaschinen der Sowjetunion war, wurde verstärkt in Afghanistan eingesetzt. Bei der russischen Luftwaffe stehen immer noch mehrere hundert MiG-23S im Dienst.
Die Kampfjets dieses Typs, die Anfang der 1980er Jahre aus der Produktion genommen wurden, hatte die Sowjetunion nach Afghanistan, Algerien, Angola, Bulgarien, Kuba, Tschechoslowakei, DDR, Ägypten, Libyen, Ungarn, Irak, Indien, Nordkorea, Äthiopien, Südjemen, Polen, Syrien und Vietnam geliefert.
Das Basismodell MiG-23ML ist 16,7 m lang und 5,77 m hoch. Bei einer Startmasse von 14,7 Tonnen und Gipfelhöhe von 18 500 m beträgt die Spitzengeschwindigkeit 2 500 km/h.
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